← Alle Begriffe

Die übertragende Sanierung ist der häufigste Weg, ein insolventes Unternehmen zu erhalten: Das Unternehmen als solches stirbt – aber der Betrieb lebt weiter.

Prinzip: Der Insolvenzverwalter verkauft die operativen Vermögenswerte – Maschinen, Verträge, Marken, Mitarbeiter, Know-how – im Wege eines Asset Deals an einen Käufer. Die Insolvenzgesellschaft selbst wird abgewickelt. Der Käufer erhält einen sauberen Neustart.

Vorteil für den Käufer: Keine Altschulden, keine unbekannten Verbindlichkeiten, kein Haftungsrisiko aus der Vergangenheit der Gesellschaft. Klarer Schnitt.

Vorteil für Arbeitnehmer: Der Betrieb läuft weiter. Arbeitsplätze bleiben – zumindest teilweise – erhalten.

Nachteil für Gläubiger: Sie bekommen nur was die Masse hergibt. Der Rest ist verloren.

Timing: Je früher der Verkaufsprozess eingeleitet wird, desto höher der Erlös. Ein insolventes Unternehmen verliert täglich an Wert – durch Kundenabwanderung, Mitarbeiterflucht, Vertrauensverlust.

Rechtsgrundlage: §§ 158 ff. InsO (Betriebsveräußerung durch Verwalter).

Das könnte Sie auch interessieren: Asset Deal, Due Diligence, Das fallende Messer